Anleitung

Von der Anmeldung bis zum ersten Stammkunden.

Alles, was du zum Einrichten und zum Alltag an der Theke wissen musst. In der Reihenfolge, in der es dir begegnet. Zehn Minuten bis zur ersten Karte, danach brauchst du diese Seite kaum noch.

1 · In zehn Minuten startklar

Du brauchst dafür nichts weiter als ein Handy oder einen Rechner. Keine App, keine Installation, keine zweite Kasse.

  1. Konto anlegenAuf pocketstamp.ch/starten Name des Betriebs, E-Mail und Passwort eingeben. Das war die Anmeldung. Der Gratis-Tarif läuft ohne Frist und ohne Kreditkarte.
  2. Karte gestaltenIn der Verwaltung unter Karte. Nimm eine der acht Vorlagen, dann stimmen Farben, Zeichen, Ziel und Belohnung schon. Danach änderst du, was du willst.
  3. Aufsteller druckenUnter Aufsteller: drei Formate mit deinem QR-Code, fertig zum Drucken. A5 für den Ständer neben der Kasse, A6 zum Falten für die Tische, ein Kleber fürs Schaufenster.
  4. Kasse verbindenUnter Kasse steht ein Kopplungscode. Auf dem Gerät an der Theke die Adresse öffnen, Code eingeben, fertig. Das Gerät bleibt verbunden, bis du es trennst.
  5. Selbst ausprobierenHol dir mit deinem eigenen Handy eine Karte über den Aufsteller und stemple sie an der Kasse. Du siehst genau das, was dein Gast sieht.

Die Verwaltung führt dich beim ersten Mal von selbst durch diese Schritte. Oben auf der Übersicht steht, was noch offen ist.

2 · Die Karte gestalten

Alles unter Karte. Was du hier änderst, gilt sofort für alle bereits ausgegebenen Karten. Du musst nichts neu verteilen.

Vorlagen

Acht fertige Karten nach Branche. Ein Klick setzt Farben, Zeichen, Ziel und Belohnung. Gespeichert wird erst mit dem Knopf unten, du kannst also in Ruhe durchprobieren.

Farben und Zeichen

Zwei Farben: der Hintergrund der Karte und der Akzent, in dem die Stempel leuchten. Dazu ein Zeichen, das in jedem gefüllten Stempel steht — eine Tasse, eine Schere, ein Diamant. Wer ein Logo hochlädt, kann es auch als Zeichen nehmen.

Ein dunkles Logo auf dunkler Karte sieht man nicht. Die Verwaltung sagt dir das, sobald sich beide zu sehr ähneln.

Ein Bild hinter den Stempeln

Ein Foto von deinem Tresen, deiner Auslage, deinem Laden. Es liegt hinter den Stempeln, und darüber legt sich ein Schleier in deiner Kartenfarbe, damit die Stempel lesbar bleiben. Wie stark der Schleier ist, bestimmst du mit einem Regler. Auf der Startseite siehst du drei Beispiele.

Das Bild wird auf 1125 Punkte Breite verkleinert und in der Datenbank gespeichert. Ein Handyfoto genügt völlig; es muss nicht scharf sein, im Gegenteil.

Ziel und Belohnung

Wie viele Stempel bis zur Belohnung, und was es dann gibt. Drei bis zwanzig Stempel sind möglich. Acht bis zehn sind der übliche Bereich: Bei mehr steigt der Gast unterwegs aus, bei weniger rechnet sich die Belohnung nicht.

Der Text der Belohnung erscheint auf der Karte, wie du ihn schreibst. Er wird nicht übersetzt — «1 Kaffee gratis» bleibt auch auf einer französisch eingestellten Karte stehen, weil es dein Angebot ist und nicht unser Text.

3 · Wie die Karte zählt

Drei Mechaniken, dieselbe Karte im Wallet, derselbe Griff an der Kasse. Die Wahl triffst du unter Karte und kannst sie später ändern.

MechanikWie es läuftWofür
Stempelkarte Sammeln bis zur Belohnung. Acht Kaffees, der neunte gratis. Der Standard. Jeder Gast kennt es.
Guthabenkarte Zehn im Voraus bezahlt, nach und nach bezogen. Du hast das Geld heute statt in zehn Wochen.
Punktekarte Punkte je Besuch, Belohnung ab einem Stand. Wenn die Bons unterschiedlich gross sind.

Bei der Punktekarte stellst du ein, wie viele Punkte ein Besuch bringt. Für einen grösseren Einkauf gibt das Personal mehrfach — der Zähler an der Kasse steht dafür bereit. Punkte je Franken gibt es bewusst nicht: dafür müsste jemand den Betrag tippen, und damit wäre der eine Griff dahin, der das Ganze im Alltag überhaupt tragbar macht.

Stufen: Bronze, Silber, Gold

Keine vierte Mechanik, sondern eine Zutat zu jeder der drei. Die Stufe steigt mit der Zahl der Besuche und steht vorne auf der Karte. Du legst fest, wie die Stufen heissen, ab wie vielen Besuchen sie gelten und was sie bringen.

An der Kasse ändert sich dadurch nichts: derselbe Scan. Steigt ein Gast auf, bekommt er die Meldung von selbst auf den Sperrbildschirm.

4 · Der Alltag an der Theke

Die Kasse ist eine Webseite, kein Programm. Sie läuft auf jedem Handy, Tablet oder Rechner mit Kamera und Browser.

Stempeln

  1. Der Gast zeigt seine KarteAus dem Wallet oder als Webseite, beides trägt denselben Code.
  2. Du scannstAuf Mit Kamera scannen tippen und den Code ins Bild halten. Wer lieber tippt, gibt die sechs Zeichen von Hand ein.
  3. FertigDie Rückmeldung sagt dir den neuen Stand. Die Karte des Gastes aktualisiert sich von selbst, er muss nichts tun.

Kauft jemand drei Kaffees, drehst du den Zähler vor dem Scannen auf drei. Danach springt er von selbst zurück auf eins, damit der nächste Gast nicht versehentlich drei bekommt.

Belohnung einlösen

Ist die Karte voll, sagt es die Kasse beim Stempeln deutlich. Du gibst die Belohnung aus, und die Karte fängt von vorne an. Übrig gebliebene Stempel zählen für die neue Runde weiter — wer mit voller Karte drei Kaffees kauft, verliert nichts.

Ohne Scan: der Kassenbon

Für Stosszeiten oder Selbstbedienung gibt es einen zweiten Weg. Deine Kasse druckt eine kurze Adresse mit der Bonnummer in die Fusszeile; der Gast tippt sie ab oder scannt sie und bekommt seinen Stempel selbst. Beide Wege laufen parallel, du wählst nach Situation.

Sperrfrist

Damit niemand zweimal hintereinander stempelt, gilt eine Sperrfrist. Wie lang sie ist, stellst du unter Regeln ein, zusammen mit der Höchstzahl je Vorgang. Null bedeutet keine Sperre.

Personal

Unter Kasse legst du für jede Person eine vierstellige PIN an. Damit siehst du auf der Übersicht, wer wie viele Karten ausgibt und wie viele Stempel vergibt. Ein kleiner Wettbewerb zwischen den Schichten wirkt erfahrungsgemäss besser als jede Anweisung.

5 · Der Aufsteller

Das einzige Stück Papier, das du noch brauchst. Unter Aufsteller wählst du ein Format, änderst die beiden Zeilen darauf und druckst. Die Vorschau daneben zeigt genau das Blatt, das aus dem Drucker kommt.

FormatGrösseWohin
A5 hochkant148 × 210 mmIn den Ständer neben die Kasse. Der wichtigste Platz.
Tischaufsteller105 × 148 mmAuf die Tische, wenn deine Gäste sitzen und warten.
Kleber100 × 100 mmIns Schaufenster oder an die Tür.

Im Druckfenster Skalierung 100 % wählen, nicht «an Seite anpassen». Sonst wird der QR-Code kleiner als gedacht, und bei schlechtem Licht scannt ihn ein älteres Handy nicht mehr.

Der Code führt auf deine Anmeldeseite und ändert sich nie. Einmal gedruckte Aufsteller bleiben also gültig, auch wenn du Farben, Ziel oder Belohnung später änderst.

6 · Wie deine Gäste zur Karte kommen

Über den QR-Code auf dem Aufsteller. Kamera drauf, tippen, Karte da. Kein Download, kein Konto, keine E-Mail-Adresse.

Der Gast kann die Karte dann ins Apple Wallet oder Google Wallet legen. Wer das nicht will, behält einfach die Webseite und legt sie auf den Startbildschirm. Alle drei Wege zeigen denselben Stand.

Der Stempel wird nicht auf das Handy geschrieben. Das Handy holt ihn bei dir ab. Deshalb stimmt der Stand immer, auch wenn der Gast sein Telefon wechselt.

Was wir über deine Gäste speichern

Eine zufällige Kartennummer, den Stand und die Zahl der Besuche. Kein Name, keine Adresse, keine Telefonnummer. Wer freiwillig Tag und Monat seines Geburtstags angibt, bekommt an diesem Tag eine Kleinigkeit — das Jahr fragen wir nie.

7 · Nachrichten und Kampagnen

Unter Nachrichten. Eine Nachricht landet in der Karte selbst und erscheint als Meldung auf dem Sperrbildschirm. Sie braucht keine Push-Erlaubnis und keine E-Mail-Adresse, und der Gast kann sie jederzeit abbestellen, indem er die Karte löscht.

Zielgruppen

GruppeWer darin ist
AlleJede aktive Karte
Kurz vor der BelohnungNoch ein oder zwei Stempel
Seit sechs Wochen nicht daDie Gruppe, bei der sich eine Nachricht am meisten lohnt
Neu diese WocheErste Karte in den letzten sieben Tagen
StammgästeMehr als fünf Besuche

Es gilt eine Bremse: höchstens drei Kampagnen in sieben Tagen und mindestens vier Stunden Abstand. Das ist Absicht. Eine Karte, die zu oft schreibt, wird gelöscht, und dann ist der Gast für immer weg.

Was von selbst läuft

  • Rückholung: Bleibt ein Gast sechs Wochen aus, meldet sich die Karte mit deinem Angebot. Einmal eingerichtet, läuft es dauerhaft.
  • Geburtstag: Nur wer freiwillig Tag und Monat hinterlegt hat.
  • Bewertung: Nach dem dritten Besuch, nicht nach dem ersten, und nur einmal. Eine zweite Bitte ist eine Belästigung.
  • Standort: Läuft ein Gast in der Nähe deines Ladens vorbei, erscheint die Karte auf seinem Sperrbildschirm. Bis zu zehn Standorte.

8 · Kunden werben Kunden

Unter Karte einschalten. Deine Gäste sehen dann auf ihrer Karte einen Bereich Freunde einladen mit einem Link und einem QR-Code.

Wer über diesen Link eine Karte holt, startet mit einem Vorsprung. Dein Gast bekommt seinen Bonus — aber erst, wenn der neue Gast bei dir war und zum ersten Mal gestempelt wurde.

Das ist der ganze Schutz gegen Missbrauch, und er genügt: Karten anlegen kostet nichts, zwanzig Mal in deinen Laden kommen und etwas kaufen kostet mehr als jeder Bonus wert ist. In dem Moment hast du dein Geld schon verdient.

Du stellst zwei Zahlen ein: wie viele Stempel der Werber bekommt und mit wie vielen der Neue startet. Der Vorsprung bleibt immer unter dem Ziel, sonst wäre die Karte im Moment des Anlegens voll.

9 · Die Zahlen lesen

Auf der Übersicht. Vier Kacheln, ein Verlauf über 30 Tage, und wenn du mehrere Standorte hast, die Verteilung darauf.

ZahlWas sie sagt
Karten ausgegebenWie viele Gäste überhaupt mitmachen
Besuche insgesamtWie oft gestempelt wurde
Davon WiederkehrerDie wichtigste Zahl. Karten mit mehr als einem Besuch — genau das, was du erreichen willst
Belohnungen eingelöstWie oft es sich für den Gast gelohnt hat
Durch EmpfehlungErscheint, sobald die erste Karte über einen Einladungslink kam

Neben jeder Zahl steht die Veränderung zur Vorwoche. Eine Kennzahl ohne Richtung ist Dekoration.

Sei in den ersten Wochen geduldig. Wiederkehrer entstehen nicht in sieben Tagen, sondern in der Zeit, die zwischen zwei Besuchen deiner Gäste ohnehin liegt.

10 · Garantiekarten

Ein zweiter Kartentyp für alle, die etwas verkaufen, das eine Garantie hat: Goldschmiede, Uhrmacher, Schreiner, Velowerkstätten, Elektronikreparaturen.

Statt Stempeln trägt die Karte Produkt, Seriennummer, Kaufdatum und eine Restlaufzeit, die von selbst kürzer wird. Der Kunde verliert den Beleg nicht mehr, und du kommst ins Gespräch, bevor die Garantie abläuft.

Ein Servicetermin lässt sich hinterlegen: «Nach drei Monaten kostenlose Reinigung.» Der Kunde kommt für den Service und nimmt häufig mehr mit.

11 · Tarif und Rechnung

Unter Abo. Der Gratis-Tarif läuft ohne Frist und ohne Kreditkarte, mit fünfzehn aktiven Karten. Danach gibt es Start, Pro und Filialen.

Bezahlt wird mit Karte, Apple Pay oder Google Pay. Wir sehen deine Kartendaten nie; die Bezahlseite gehört Stripe, und es gibt bei uns kein Feld dafür.

Vierzehn Tage Testphase beim ersten Abo. Kündigen kannst du jederzeit; das Abo läuft bis zum Ende der bezahlten Zeit.

Bleibt eine Zahlung aus, fällt der Betrieb auf Gratis zurück. Bereits ausgegebene Karten bleiben gültig — deine Gäste merken davon nichts.

12 · Wenn etwas nicht geht

Die Kamera startet nicht

Der Browser fragt beim ersten Mal nach Erlaubnis. Wurde sie abgelehnt, musst du sie in den Einstellungen der Website wieder freigeben. Auf dem iPhone zusätzlich: Die Kamera läuft nur über https, nicht in einer eingebetteten Ansicht innerhalb einer anderen App.

«Diese Karte kennen wir nicht»

Der Code gehört zu einem anderen Betrieb oder wurde falsch abgetippt. Die sechs Zeichen enthalten keine Null und kein O, kein Eins und kein I — genau damit das nicht passiert.

«Gerade eben schon gestempelt»

Die Sperrfrist greift. Entweder kurz warten oder die Sperrfrist unter Betrieb verkürzen.

Der Stempel erscheint nicht im Wallet

Die Webkarte zeigt ihn sofort. Apple und Google holen die Karte selbst ab, das dauert je nach Gerät ein paar Sekunden bis wenige Minuten. Der Stand ist deshalb nie falsch, nur manchmal einen Moment alt.

Der Google-Wallet-Knopf fehlt auf dem iPhone

Das ist richtig so. Der Speicherlink von Google funktioniert dort nicht, und ein Knopf, der ins Leere führt, ist schlimmer als kein Knopf. Auf dem iPhone steht dafür Apple Wallet bereit.

Meine Änderung kommt nicht an

Einmal die Seite neu laden, ohne Zwischenspeicher. Änderungen an der Karte gelten sofort für alle ausgegebenen Karten, ohne dass du etwas neu verteilen musst.

Steht deine Frage nicht hier?

Schreib uns an info@pocketstamp.ch. Was mehrfach gefragt wird, kommt auf diese Seite.